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Neu: Pianonews 04/2010

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Pianonews 4 / 2010
„Es geht darum, dass man sich weiterentwickelt.“

Ewa Kupiec


Von: Carsten Dürer


Es ist fast 13 Jahre her, dass wir die damals gerade in Deutschland auftauchende Pianistin Ewa Kupiec porträtierten (Ausgabe PIANONews 1-1998). Seither hat sich die Karriere der heute in Italien und München lebenden Polin stark entwickelt. Sie ist ein Begriff in der Musikwelt. Doch wie sieht sie sich selbst, wie haben sich ihre Gedanken über Musik, den Musikbetrieb und die Sicht auf die Bedeutung ihrer eigenen Person entwickelt? Um dies festzustellen, trafen wir die viel reisende und viel beschäftigte Pianistin in Mönchengladbach am Rande mehrerer Konzerte, in denen sie Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 interpretierte. Vor kurzem ist auch ihre neue CD mit dem Titel „Zal“ auf den Markt gekommen, auf der sie sich einmal mehr Chopin zuwendet und einige seiner Werke mit denen von Schubert verknüpft....

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Pianonews 03/2010

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Pianonews 3 / 2010
Neue Sicht auf russische Musik

Alexander Melnikov


Von: Manuel Rösler


Berlin, Anfang 2010. Der außergewöhnlich strenge Winter, der seit Wochen über dem ganzen Land liegt, hat auch in der Hauptstadt deutliche Spuren hinterlassen. Der Pianist Alexander Melnikov ist Schlimmeres gewohnt. „Hey, ich komme schließlich aus Moskau. Da sind wir ganz andere Winter gewohnt“, sagt der trotz seiner fünfunddreißig Jahre immer noch jungenhaft wirkende Pianist zur Begrüßung, als ich mich in der Haustür der schweren Stiefel entledige und in typisch russischer Manier in weiche Hausschuhe schlüpfe. Er hat die Wohnung vor kurzem gekauft, weil sie auf halber Strecke zwischen seinen beiden „Heimatorten“ Moskau und Paris liegt – und weil sie im Vergleich zu den Immobilienpreisen der anderen Metropolen unschlagbar billig war...

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Pianonews 02 /2010

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Pianonews 2 / 2010
Scheuer Klaviertitan

Josef Lhévinne (1874–1944)


Von: Robert Nemecek


Nur ein Jahr nach Harold Bauer und Sergej Rachmaninow geboren, gehört Josef Lhévinne in die Reihe jener Tastenlöwen der Vergangenheit, die für uns heute die goldene Ära des Klavierspiels repräsentieren. Lhévinne spielte als Siebzehnjähriger Beethovens 5. Klavierkonzert unter Anton Rubinstein und konnte sich um die Jahrhundertwende als einer der weltweit führenden Pianisten etablieren. Ende des 19. Jahrhunderts tat er sich mit seiner Frau Rosina zu einem Klavierduo zusammen, das zum Urbild aller folgenden professionellen Klavierduos in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde. Als Professor für Klavier an der 1922 gegründeten Juilliard School wurde er schließlich zu einer Schlüsselfigur der amerikanischen Klavierschule. Wir erinnern an diesen großen Pianisten, der nie die Popularität eines Ignacy Jan Paderewsky oder Josef Hofman erreichte und dessen Spiel nur durch einige wenige, jedoch bis heute unübertroffene Aufnahmen dokumentiert ist...

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Pianonews 01 /2010

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Pianonews 1 / 2010
Musik aus der inneren Stimme

David Fray


Von: Carsten Dürer


Er wirkt nicht wirklich scheu, aber so richtig viel Spaß scheinen ihm momentan Interviews nicht zu machen. Der 29-jährige Franzose David Fray hat in den vergangenen Jahren einen beachtlichen Karrieresprung gemacht, zu dem ihm auch seine mittlerweile drei bei Virgin Classics produzierten CDs verhalfen. Doch welch eine Art von Pianist ist dieser David Fray eigentlich, der in seinem Manierismus eine ganz eigene Art von Interpretationsdenken zu entwickeln scheint, der aufmerksam seinem Gegenüber in die Augen schaut, aufmerksam, aber auch immer lauernd wie eine Raubkatze, wenn ihm etwas nicht gefällt. Denn – so hat man das Gefühl – wenn er schon über sich und seine Ansichten reden muss, dann will er seinen Standpunkt so deutlich machen, dass es keine Fragen mehr gibt...

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Pianonews 06 /2009

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Pianonews 6 / 2009
Musikalischer Langstreckenläufer

Till Fellner


Von: Anja Renczikowski


Vor einigen Jahren wurde Till Fellner einmal gefragt, was er zurzeit lese. Italo Calvinos Essayband „Gesammelter Sand“, so ließ er damals wissen und fügte hinzu: „Was mich an diesem Buch beeindruckt, ist zunächst die Genauigkeit der Beobachtung, der staunende Blick gerade auf die unscheinbaren Dinge. Dann die Eleganz und Originalität des Denkens, das subtile Umkreisen der Gegenstände, ohne den Anspruch, sie ein für allemal erklären zu wollen.“ Heute antwortet er auf die Frage, inwieweit ihn auch außermusikalische Dinge beeinflussen, zurückhaltend: „Es ist immer schwierig, einen direkten Einfluss festzumachen, aber für mich gehört das Lesen dazu und ich kann mir nicht vorstellen, ohne das zu sein. Wahrscheinlich wird es auch in irgendeiner Weise mein Spiel beeinflussen.“ Liest man Fellners Beschreibungen über Calvinos Buch, lassen sich durchaus Parallelen ziehen. Auch er – so scheint es – liebt die beobachtende, akribische, abwägende und vorsichtige Herangehensweise...

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