Alles neu im neuen Jahr?

Liebe Klavierfreundinnen und -freunde,

ein frohes neuen Jahr 2025 wünscht Ihnen PIANONews. Aber: Wird es wirklich ein frohes, ein wirklich neues Jahr? Oder bleibt alles beim Alten, soll heißen, bei all den alten Problemen in der Kulturwelt und im Klaviermarkt? Nun, es kommt immer auf jeden Einzelnen an, das ein bisschen zu ändern, denn die Verbraucher, die Masse, die Bürger haben in diesem Land immer noch die Macht. Zum einen natürlich politisch bei den anstehenden Wahlen für einem neuen Bundestag, aber auch im Konsumverhalten. Soeben hat das Statische Bundesamt die Zahlen für Erbschaften und Schenkungen für das Jahr 2023 veröffentlicht. Danach wurden 121,5 Milliarden Euro durch Erbschaften und Schenkungen veranlagt, ein sattes Plus von 19,8 Prozent im Vorjahresvergleich und ein Rekordwert. Es ist klar, dass viele diese Schenkungen und Erbschaften anlegen, um sie verzinst zu mehr Geld werden zu lassen. Doch alle reden von einer schwächelnden Wirtschaft, die auch die Klavierindustrie und das gesamte Kulturgeschäft betrifft. Was wäre denn, wenn ein Teil dieser Erb- und Schenkungsgelder genau in diese Kulturlandschaft fließen würden?

Natürlich weiß ich, dass alle Bürger immer nach dem Staat rufen und darauf verweisen, dass sie doch mit den Steuergeldern dem Staat bereits so viel Geld an die Hand geben, dass dieser doch dafür sorgen müsste, dass alles wieder läuft. Doch das ist ein Trugschluss, denn der Staat sind wir, die Bürger, nicht die Politiker – das muss einmal gesagt werden. Und wenn wir Geld ausgeben, also den Konsum ankurbeln, dann geht es auch der Wirtschaft und allen Bereichen, die damit zusammenhängen, besser.

Um auf das klavier zu kommen: Man muss wieder verstärkt die Konzerte mit klavier besuchen, sich auch einmal eine CD oder eine Vinyl-Platte physisch als Hörquelle anschaffen, man muss wieder einmal Noten kaufen, wenn man Klavier spielen will. Und natürlich sollte man sich einen Traum einfach einmal erfüllen: ein Klavier oder sogar einen Flügel kaufen.

Nur wenn wir dies begreifen, dann wird das, was wir als Kulturlandschaft für Musik kennen und das, was eigentlich ein Kulturgut ist, erhalten können. Ansonsten muss man sich in Zukunft nicht wundern, wenn Klaviere und Flügel nur noch etwas für die absolut Gutbetuchten werden, da die so selten gebaut werden, dass sie einfach teuer sein müssen. Oder aber, man muss sich damit abfinden, dass die meisten Instrumente aus China kommen, mit weniger Qualität, aber immerhin irgendwie spielbar. Aber ist es das, was wir uns unter einem frohen und glücklichen neuen Jahr vorstellen?

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