• Andreas Staier

    Andreas Staier

    Andreas Staier ist ein Vorreiter, wenn es um die Interpretation von Klaviermusik auf dem Hammerflügel geht. Begonnen hat er allerdings mit dem modernen Flügel, wechselte dann zum Cembalo – und traf auf einen Graf-Flügel, der ihn zu neuen Ufern führte. Doch was denkt Andreas Staier heute über moderne Flügel? Warum hat er – nach langer Zeit erstmals wieder – gerade jetzt eine Doppel-CD mit Solowerken von Beethoven eingespielt?
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  • Federico Colli

    Federico Colli

    Wer meint, zum Klavierspielen reichten flinke und kräftige Finger, ein gutes Gehör und schnelle Auffassungsgabe des Notentextes aus, der muss sich von Federico Colli eines Besseren belehren lassen. Dieser junge Mann ist weit mehr als ein Pianist – schon diesen Begriff stellt er während unseres Gesprächs ebenso nachdenklich wie spöttisch infrage.
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  • Herbert Schuch

    Herbert Schuch

    Der Pianist Herbert Schuch, bekannt für spannende Programmideen, widmet er sich Beethoven. Das ist nicht ganz neu, denn schon vor einiger Zeit kombinierte er Beethovens Bagatellen Opus 119 und Opus 126 mit György Ligetis „Musica Ricercata“. Nun sind es die Beethoven-Sonaten Opus 31 Nrn. 1 und 2 sowie die Sonate Opus 13, die berühmte Pathétique, die er mit anderen Werken in Beziehung setzt. Wir sprachen mit ihm über diese neue CD-Idee und darüber, wie er sich als Interpret entwickelt hat und solchen Aufgaben stellt.
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  • Viktor Ullmann

    Viktor Ullmann

    Was nicht präsent war, wurde ausgeblendet. Gerade in (West-)Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, als ein Neuanfang auf der Agenda stand und der Musikbetrieb reorganisiert wurde, wirkte eine Bewusstseinssperre. Neben der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires behaupteten sich vor allem Konzepte in der Nachfolge von Arnold Schönberg: Wer keine Fürsprecher oder nicht überlebt hatte, wurde vergessen. Wie der Komponist Viktor Ullmann.
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    Video-Interviews

    Die amerikanische Pianistin Katie Mahan lebt seit längerem schon in Europa. Ausgebildet wurde sie in den USA und bei Pascal Rogé. Aufnahmen mit Werken von George Gershwin, Leonard Bernstein, Claude Debussy und anderen, kennzeichnen ihren bisherigen Lebensweg. Nun hat auch sie ein Album mit Werken von Beethoven veröffentlicht.

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    Gedanken rund ums Klavier

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PIANONews - Magazin für Klavier & Flügel

DuererPIANONews entstand aus der Liebe zum Klavier und der Musik für dieses Instrument. Carsten Dürer gründete das Magazin, nachdem er bereits mehrere Jahre den STACCATO-Verlag führte. Zuvor leitete er als Chefredakteur andere Fachhandelsmagazine. Seit 1997 erscheint PIANONews 6 x jährlich im STACCATO Verlag. (mehr...)
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Pianonews 05 / 2019

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Benjamin Moser

Von: Carsten Dürer

Der Name Moser ist ein bekannter in der Musikwelt. Doch Benjamin Moser ist das einzige Familienmitglied, das sich als Pianist seinen Weg bahnte. Und das auf nicht ganz gradlinigem Weg. Denn erst im frühen Teenageralter erkannte er, dass er Pianist werden will. Damit ist er recht erfolgreich. Als er 2007 neben einem fünften Platz auch den Tschaikowsky-Preis und vor allem den Publikums-Preis beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau erringen kann, begann seine Karriere an Fahrt aufzunehmen. Im gleichen Jahr ebnet ihm der Gewinn des „Young Concert Artists Award“ in New York City den Weg in die USA. Nun hat der 38-Jährige soeben eine neue CD eingespielt, die nicht nur aufgrund der Interpretation, sondern auch aufgrund der Programmwahl aufhorchen lässt. Denn auf den ersten Blick haben Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“, Georges Gershwins „3 Preludes“ und einige Bearbeitungen des genialen amerikanischen Altmeister-Pianisten Earl Wild nichts miteinander zu tun … Wir trafen den sympathischen Pianisten in seiner heutigen Wahlheimatstadt Berlin zum Gespräch.

 

PIANONews: Herr Moser, Sie haben soeben eine Professur für Klavier an der Musikhochschule in Luzern angenommen …

Benjamin Moser: … ja, meine erste Professur …

PIANONews: Fühlen Sie sich jetzt mit 38 Jahren reif dafür zu unterrichten?

Benjamin Moser: Gute Frage, wann fühlt man sich schon reif zum Unterrichten. Es gibt eine schöne Aussage von András Schiff, der sagte, dass er sich seit Mitte 60 nun langsam bereit fühlt, zu unterrichten. So denke ich nicht. Allerdings lernt man wahnsinnig viel. Am Beginn des Unterrichtens dachte ich: Ich weiß so viel, ich habe so viel Erfahrung durch meine eigenen Lehrer … und dann merkt man, wie viel man noch lernen muss. Letztendlich tut man so vieles als Pianist so intuitiv, so vieles, ohne es sich verbal bewusst zu machen. Im Unterricht ist das genau der Punkt: Warum funktioniert etwas auf eine bestimmte Art, warum phrasiert man so. Genau dieses Verbalisieren muss man in den ersten Jahren lernen. Daher bin ich auch so froh, dass ich solch eine Chance bekommen habe. Immerhin hatten sich 116 andere Pianisten um diese Stelle beworben. Allerdings ist es nur eine 50-Prozent-Stelle, so dass ich durchaus noch genug Zeit habe, für meine Musik und andere Dinge. Denn natürlich will ich meine eigene Musik noch nicht aufgeben.

PIANONews: Warum versuchen so wahnsinnig viel Pianisten eine Professur zu bekommen, die eigentlich genug zu tun haben mit Konzerten? Denn immerhin bedeuten viele Konzerte in der Regel auch, dass man nicht zu wenig verdient … Bei Ihnen habe ich auch nicht das Gefühl, dass Sie zu wenig zu tun haben.

Benjamin Moser: Ja – es ist einfach so, dass ein Moment kommt, an dem man zu überlegen beginnt. Wenn man etwas älter wird, eine Familie gründen will, und vielleicht nicht mehr den Wunsch hat, beständig unterwegs zu sein. Dann ist der Wunsch ausgeprägter, eine Sicherheit zu haben. Und eine feste Stelle gibt einem eine solche Sicherheit. Es ist etwas Psychologisches. Man muss sich dann nicht immer wieder um Konzerte kümmern, nicht dem aussetzen, dass man immer wieder spielen muss, hofft, dass einen Veranstalter immer wieder einladen. Dann kommt der Moment, in dem man sich freut, die Musik mit anderen im Unterricht zu teilen, nicht nur auf der Bühne.

PIANONews: Hätten Sie auch eine volle Professur angenommen?

Benjamin Moser: Das ist eine gute Frage … [denkt kurz nach] Wahrscheinlich ja, dann hätte ich es halt irgendwie einrichten müssen mit mehr Unterrichtsstunden. Andere Pianisten schaffen das ja auch, neben dem Unterrichten noch Konzerte zu geben. Denn natürlich bedeutet es auch eine gehörige Portion Glück, solch eine Stelle zu erhalten – da habe ich gar keine Illusionen. Ich hoffe, dass ich dort jetzt erst einmal lange Zeit bleiben kann.
PIANONews: Sie kommen ja aus einem sehr musikalischen Haus … Warum haben ausgerechnet Sie das Klavier gewählt?

Benjamin Moser: Das ist ganz profan: Meine Mutter hat gesungen, mein Vater hat Cello gespielt, mein Bruder damals noch Geige – jetzt spielt er natürlich auch das Cello [gemeint ist der Cellist Johannes Moser] – und da blieb das Klavier, das immer vorhanden war, übrig. Nach dem Blockflötenunterricht, entlockte ich dem Klavier die ersten Töne, hatte dann eine Lehrerin, die mir die Liebe zum und die Grundlagen am Instrument beigebracht hat. Aber in erster Linie lag es wohl daran, dass ich beständig Musik um mich herumhatte, als ich jung war. Mein Vater war ja im Bayrischen Rundfunk im Orchester, und mit ihm hörte ich auch Aufnahmen von Horowitz, Gilels und Richter. Das war essentiell, da ich damit einen natürlich Zugang zur Musik fand.

PIANONews: Das muss ja aber nicht zwangsläufig zu einem Beruf als Musiker führen …

Benjamin Moser: Absolut nicht. Und andersherum natürlich auch nicht, denn es gibt ja ganz tolle Musiker, die keine Musik um sich herum hatten.

PIANONews: War denn die Ausrichtung Musiker zu werden für Sie sehr schnell klar?

Benjamin Moser: Eigentlich bei mir ganz untypisch spät. Ich hatte viele andere Interessen, ich habe neben der Musik viel Sport gemacht, habe auch Abitur gemacht … erst mit 14 oder 15 Jahren habe ich dann entschieden, dass ich Pianist werden will. Wenn man dann sieht, dass es wahnsinnig viele Pianisten aus Asien oder auch aus Russland gibt, für die schon ganz früh feststeht, dass sie Musiker werden wollen, dann weiß man auch, dass ich viel nachholen musste. Als ich mit 16 Jahren mit meinem damaligen Lehrer, Michael Schäfer, zusammenkam, habe ich überhaupt erst richtig angefangen zu arbeiten. Wenn man es als Kind nicht so handhabt, muss man dann natürlich später umso mehr arbeiten. Das bedeutet: Ich habe in der Zeit als Jungstudent und dann als ordentlicher Student sehr viel gearbeitet.

PIANONews: Um aufzuholen neben den anderen?

Benjamin Moser: Auch das, aber einfach auch um das manuelle Defizit erst einmal aufzuholen. Auch wenn ich als Jugendlicher und auch als Kind immer schon geübt habe, sogar erfolgreich an kleinen Wettbewerben teilgenommen habe, habe ich dennoch nur eine Stunde am Tag geübt – und das ist eigentlich viel zu wenig. Deshalb hatte ich eigentlich einen vollkommen untypischen Verlauf.

 

Das vollständige Interview mit Benjamin Moser lesen Sie in der Ausgabe 5-2019 von PIANONews …

 

Das Angebot des STACCATO Verlags

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STACCATO Verlag

Der STACCATO-Verlag ist nicht nur die Heimat des Klaviermagazins PIANONews, sondern widmet sich auch einem ausgesuchten Buchprogramm in den Bereichen „Klavier". Mittlerweile sind viele interessante und spannende Bücher erschienen. Das Programm erweitert sich jährlich um zwei bis drei Neuerscheinungen, so dass sich ein Besuch der Website immer wieder einmal lohnt. Daneben war der STACCATO-Verlag auch über 13 Jahre lang für das Kammermusik-Magazin ENSEMBLE die Heimat. Die damals entstandenen Hefte sind alle noch auf der Website von ENSEMBLE www.ensemble-magazin.de zu bestellen.

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