Schumann-Wettbewerb 2012 Zwickau (3)
Nun ist es fast geschafft: von den ausgewählten 21 Kandidaten für die 2. Runde haben bereits 14 gespeilt, die restlichen 7 werden heute spielen. Es zeigt sich - wie oft in Wettbewerben -, dass die Kandidaten, die noch in der 1. Runde so überzeugend auftraten, nun mit den großen Zyklen von Schumann ihre liebe Mühe haben. Was aber weitaus erschreckender ist (bei allem großartigem Spiel, wenn man den Schwierigkeitsgrad dieser Werke bedenkt), dass die jungen Pianistinnen und Pianisten anscheinend eines verlernt haben (und auch das nur pauschal gesprochen, da es ja durchaus löbliche Ausanhmen gibt): Sie können das dynamische Spektrum und das entsprechende Spiel nicht kontrollieren. Schnell wird da bei Schumann aus einem einfachen Forte ein dreifaches Fortissimo, aus einem Piano ein Mezzoforte. Und ein wirklcihes Piano wird ohnehin nur mit dem linken Pedal erreicht. Sollte dieses pedal nicht eigentlich vor allem eine Klangfarbe darstellen? Immer dann, auch wenn ich nicht hinschaue, höre ich, dass einer der kandidaten dieses Pedal tritt, da sich die klangfarbe ja auch ändert. Das ist wirklich ein Umstand, der beängstigt. Denn wo bliebt die Klangkontrolle, wo der Feinsinn für die zahllosen in den Noten stehenden (und bei Schumann durchaus ernst zu nehmenden) Angaben für die dynaimschen Abstufungen?
Das Publikum in Zwickau ist geduldig, hört gespannt und aufmerksam musckmäuschenstill zu. allein dafür lohnt es sich, hierher zu kommen … Wer nun von den Kandidaten weiterkommt - nur für 6 ist Platz im Finale - wissen wir heute abend. Ich selbst bin gespannt.




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