af05 PIANONews - Klavierhersteller auf der Musikmesse Frankfurt 2012 (1)

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Liebe Leser,
unser Chefredakteur Carsten Dürer ist immer wieder unterwegs in Sachen Klavier und Pianisten. Auf seinen Reisen schreibt er hier immer wieder seine Gedanken nieder und berichtet von seinen Erlebnissen aktuell. Dabei können Sie auch direkt per Mail mit ihm in Kontakt treten und so einen aktuellen Austausch herbeiführen.

Klavierhersteller auf der Musikmesse Frankfurt 2012 (1)

Weg nach Frankfurt auf die Musikmesse ? Seit über 25 Jahren besuche ich nun diese Musikmesse in Frankfurt. In dieser Zeit hat sich viel verändert ? auch für die Klavierhersteller. Waren diese früher kunterbunt in den Hallen zwischen Akkordeon-Ausstellern und Schlagzeug-Herstellern zu finden und hatten immer das Problem mit der Lautstärke, blieben sie als Konsequenz in einem Jahr geschlossen der Messe fern. Daraufhin erarbeitete man erstmals mit der Messegesellschaft den Plan für eine eigene Messehalle, einen Klaviersalon, ausschließlich für Hersteller von Klavieren und Flügeln. Der Zulauf seitens der Hersteller war groß, die Halle 6 war der erste Standort, dann wanderte man in die Halle 4 ? nur für ein Jahr. Bald war man recht fest in Halle 1 installiert.
Doch wiederum hatten die ökonomischen Zeiten sich wieder verändert: Firmenpleiten, Probleme beim Absatz von Instrumenten spiegelten sich auch in den angeglichenen (kleineren) Standflächen wider und im letztendlichen Fortbleiben von immer mehr Herstellern. So entwickelte man das Konzept eines zweijährigen Turnus ? nun bereits im Jahr 2012 zum 2. Mal ?

Der erste Weg führt den Klavierenthusiasten natürlich in die Halle ?Forum?, wo im obersten Stockwerk alle zwei Jahre der ?Europäische Klaviersalon? stattfindet. Was man darunter zu verstehen hat? Nun, nachdem die Klavierindustrie jahrzentelang versuchte in jedem Jahr bei der Musikmesse vor Ort zu sein, man immer wieder die Hallen wechselte, die auch dem schwindenden Interesse seitens der Aussteller und einer damit einhergehenden Minimierung an Standflächen geschuldet war, haben sich die deutschen Hersteller gesagt, dass auch alle 2 Jahre durchaus ausreichend sein muss, und dass man nur mehr europäische Hersteller in diesen Klaviersalon zulassen will, um sich gegen Asiaten abzugrenzen. Und es ist eine schöne Halle, eine, die Parkettboden und eine wunderbar gestaltete Decke hat, eine, die eine komplette Fensterebene mit Balkon aufweist. Entsprechend freundlich und die Hersteller haben sich sichtlich Mühe gegeben, ihre Standgestaltung entsprechend der Güte der Halle anzupassen.
Die anderen Hersteller haben ihre Stände vornehmlich in Halle 5 aufgeschlagen ? seit Jahren. Pearl River ebenso wie Samick und Kawai. Yamaha ist mit seinen Klavieren und Flügeln in seiner eigenen Halle im Erdgeschoss von Halle ?Forum?. So ist man schnell zwischen den Hallen von Termin zu Termin hin und her gesprungen, um zu schauen, ob es wirklich Neuheiten gibt. Natürlich findet man immer ein neues Modell, eine neue Variante eines schon vorhandenen Instrumentes. Aber ist es dass, wonach man nach über 25 Jahren wirklich Ausschau hält? Die Antwort ist klar: Nein. Eigentlich lebt die Messe vor allem von Gerüchten über Herstellern, von dem Treffen zwischen Herstellern und Händlern ? Was es neues gibt, bleibt jedes Mal fraglich. Warum ich immer wieder zur Messe gehe, für PIANONews? Um unsere Leser auf dem Laufenden zu halten (natürlich auch über die Neuheiten, die es ja teilweise noch gibt).
Vor allem gehe ich aber auf die Messe, um die Kontakte zu pflegen, Leute wiederzutreffen, und auch Termine für das kommende Jahr abzusprechen: Firmen- und Händlerbesuche beispielsweise. Schauen wir einmal, wie ich schwitzend in diesem Jahr diese Messe überstehe und was es letztendlich für Neuheiten zu entdecken gibt.

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