Liszt in Weimar
Lieber Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
die 2. Runde im Liszt-Wettberb, dem bereits 6. in Weimar hat begonnen, nachdem die Kandidatenja schon in Bayreuth die 1. Runde absolviert haben (eine Neuerung dieses Wettbewerbs)
Das Wetter scheint sich zu bessern ist hier in der Region meist weniger regnerisch als bei uns im Rheinland (Düsseldorf), aber so richtig kann sich hier die Sonne auch nicht entscheiden, ein wundervolles Herbstwetter zu kreieren. Doch die Kandidaten lassen sich nicht davon beeinflussen, haben Liszts Werke weltweit für sich entdeckt
und spielen, als wäre der Teufel hinter ihnen her. Nur leider ist das meist auch schon alles: Lautes und brutales klavierspiel. Die Meinung, Liszt sei einer der Virtuosen gewesen, die beständig Flügel zerstört hätten, hat sich woh lauch bei den jungen Leuten aus dem Ausland festgesetzt. Und so wird gnadenlos auf den Flügel eingedroschen, obwohl man in heutigen Zeiten doch wissen müsste, dass Liszt eine weiche, eine hilfreiche, eine hochromantische Ader hatte. Aber das scheint noch ein weiter Weg zu sein, sich das neben dem reinen Repertoire zu erschließen. Wen aber soll man weiter schicken, in die 3. Runde, in der die Kandidaten alle die h-Moll-Sonate spielen müssen und dann wirklich so tun müssen, als sei der Teufel hinter ihnen her, bevor sie Erlösungim Himmel erhalten …




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