aa7e PIANONews - Aufschwung zum Ende des Jahres

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Liebe Leser,
unser Chefredakteur Carsten Dürer ist immer wieder unterwegs in Sachen Klavier und Pianisten. Auf seinen Reisen schreibt er hier immer wieder seine Gedanken nieder und berichtet von seinen Erlebnissen aktuell. Dabei können Sie auch direkt per Mail mit ihm in Kontakt treten und so einen aktuellen Austausch herbeiführen.

Aufschwung zum Ende des Jahres

Liebe Klavierfreundinnen und -freunde,

nun schwingt sich das Jahr auf ein Ende einzuleiten, bei dem in Deutschland neben dem Beginn der Konzertsaison vor allem der Klavierwettbewerbs-Zirkus wieder einmal im Mittelpunkt steht. Und wenn in diesem Jahr überhaupt schon zahllose wichtige Wettbeweber stattgefunden haben, so ist es selten, dass ausgerechnet in Deutschland, wo die Wettbewerbsssturktur der größeren interenationalen Leistungsvergleiche dieser Art noch eher zurückhaltend in der Anzahl ist, innerhalb von nur knappen zwei Monaten gleich drei dieser Art stattfinden. In Weimar wird der Liszt-Wettbewerb ausgetragen, in Bremen der Internatioanle Klavierwettbewerb Bremen und am Ende des Jahres findet dann noch der Beethoven Competition Bonn statt.
Die Frage, die offen bleint, solange diese Wettbewerbe nicht vorbei sind: Wie viel INternationalität verträgt diese Dichte Folge von Wettbewerben? Ist es nicht sinnvoll, sich besser abzusprechen, um dem Wettbewerbs-Tourismus einiger Studenten vorzubeugen? Sind diese Wettbewerbe wirklich nötig, werden sie angenommen, sind sie erfolgreich?
Wie auch immer: Soeben bin ich in Weimar eingetroffen, zur zweiten Runde des bereits zum 6. Mal stattfindenden “Internationaler Franz Liszt Klavierwettbewerb”, der nun nicht mehr allein den Beinamen Weimar trägt, sondern die Doppelbezeichnung “Weimar - Bayreuth”.
Bayreuth ist mit ins Boot genommen worden, da dort Liszt auch lebte, nahe der Villa Wahnfried seines Schwiegersohnes Richard Wagner, mit dem er nicht das beste Verhältnis pflegte. Die erste Runde des Wettbewerbs fand also in Bayreuth statt, was auch eine Kostenteilung des Wettbewerbs unter den Städten ausmacht, bzw. den Veranstaltern, der Stadt Bayreuth und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
54 Teilnehmer waren angereist nach Bayreuth, alle mussten sie neben einer Etüde von Liszt und Chopin Liszt/Wagners “Isoldens Liebestod” spielen. Eine Geduldsprobe für die Jury. Nun also nur noch 12 Kandidaten für die 2. Runde, in der sie eine Haydn-Sonate, ein Schubert-Impromptu, zwei Liedtranskriptionen Schubert-Liszt sowie ein Werk freier Wahl von Liszt spielen müssen - eine Stunde lang sollte das Programm sein. Wir werden sehen …

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